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WAKC in Oppenrod

4. Lauf zum WAKC in Oppenrod am 23./24.6.2007

Mit der Ungewissheit ob unser Motor, nach einer erneuten Überholung nach dem „Kerpen-Desaster“, nun wieder sauber läuft, reisten wir schon Freitagabends im 250km entfernten Oppenrod in Hessen an.

Obwohl die „Stefan Bellof Arena“ für mich eine unbekannte Strecke war, hatte ich trotzdem die Hoffnung mit meinem sonst unterlegenem Iamemotor, aufgrund seines hohen Drehmoments, im engen Kurvengeschlängel der Strecke, etwas näher als sonst, an die Spitzenzeiten der Vortexangetriebenen Konkurrenz, zu kommen.                Mußte ich in der ersten Trainingssitzung am Samstagmorgen den Motor noch einfahren, so zeigte sich im zweiten Training, dass meine Hoffnung nicht unbegründet war. Auf Regennasser Piste fuhr ich der Konkurrenz um fast 1 Sekunde voraus. Nun konnte ich endlich mal mein Fahrerisches Können und die Vorzüge des NOWA-Chassis unter Beweis stellen. Leider war es nur ein freies Training und der Wettergott lies mich in den folgenden 5 Sitzungen im Stich und ich schaffte es im Trockenen nur bis auf eine halbe Sekunde hinter die Bestzeit zu kommen. Mehr war nicht drin, obwohl der Motor super lief. Die 4m die ich den anderen in den Kurven abholen konnte holten sie, wie immer, auf der Geraden wieder auf.

In der Nacht auf Sonntag träumte ich von Regenschauern, Tsunamis und Überschwemmungen. Als ich aber um 7.00 Uhr von meinem Vater geweckt wurde, war es draußen leider trocken und die Wettermeldungen dämpften meine Hoffnungen auf Regen.                                                                                                         Im Quali hatte ich zunächst Probleme die richtige Vergasereinstellung zu finden. (macht der Pilot während den ersten Runden selbst). Dann kam ich aber an die Samstagszeiten und erreichte am Ende Startplatz 7, was nicht so schlecht war. Schließlich lag ich nur einen Wimpernschlag (2/10 sec) hinter dem dritten Startplatz und das würde im Rennen einen Podiumsplatz bedeuten.

Beim Start des ersten Rennens ließ ich mich durch einen wild fuchtelnden Rennleiter irritieren und ging kurz vom Gas während meine Vorderleute weiter Gas gaben und die Ampel schließlich grün gab. Dann fuhr ich auf 5, kam einmal auf eine sehr schmutzige Spur, verlor zwei Plätze und kam schließlich als 7. ins Ziel.

Waren wir nach dem ersten Rennen noch froh, ohne Schäden ins Ziel gekommen zu sein, sollte sich das Blatt bei Rennen Zwei wenden.                                            Vom siebten Grid aus kam ich beim Start als Dritter aus dem Infield, wurde aber später jeweils auf der Geraden bis Platz 7 durchgereicht (da kannte ich mich ja schon aus). Erneut Platz 7 wäre OK gewesen, hätte da nicht in der vorletzten Runde, nach einem Schlag über die Kurbs, mein Vergaser gestreikt und beim Gasgeben immer den Motor absaufen lassen. Durch meine „Langsamfahrt“ konnten nun alle Verfolger an mir vorbeiziehen. Einer von ihnen meinte jedoch beim Überholvorgang noch schnell von der Seite über meine Füße fahren zu müssen, so dass nun doch bis zum nächsten Rennen ein neuer Achsschenkel (Nr.5 in diesem Jahr) und eine neue Lenkradverkleidung fällig wird.                                                                                                        Beim nächsten Rennen in Spa/Franchochamps (B) werde ich wahrscheinlich nicht starten und mir das Geld sparen. Schließlich handelt es sich dort wieder um eine Highspeedstrecke. Da greife ich lieber am 22.7. in Rüthen wieder an, erneut eine enge Strecke, wo die Vorzüge unseres Pakets (Fahrer/Chassi/Motor) wieder ein bisschen besser zum Vorschein kommen müssten.

Euer Timo

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